| Karneval in Deutschland |
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Die Narren sind los!- Karneval in Deutschland Der Karneval in Deutschland hat so seine Besonderheiten und zwischen Düsseldorf, Köln und Mainz tobt ein ewiger Wettbewerb, wer den schönsten Zug auf die Beine stellen kann. Singen, schunkeln, gute Laune- so könnte man die Traditionen des deutschen Karnevals zusammen fassen. Die größten Hochburgen findet man im mittleren Westen des Landes in der Gegend zwischen Rhein und Main. In Düsseldorf, Mainz und Köln finden die größten Rosenmontagszüge statt. Die Hotels entlang der Zugstrecke sind für diesen Tag oft schon Jahre vorher ausgebucht und häufig geht es nicht einmal um die Übernachtung, sondern darum, sich einen guten Fensterplatz zu sichern. Der sollte möglichst in der ersten Etage liegen und einen Balkon haben. Dann hat man nicht nur gute Sicht auf die Festwagen, Spielmannszüge und Reiterkorps, sondern befindet sich auch noch in Reichweite der Kamellen, wie die süßen Wurfgeschosse von den Karnevalisten genannt werden. Doch Vorsicht, nicht zu tief ins Glas gucken, damit man schnell genug zugreifen kann, wenn mal eine ganze Tafel Schokolade oder ein „Wackelmann“ geflogen kommt. Rund um den Rosenmontag herum finden sehr viele Veranstaltungen statt, bei denen man sich am Können hochkarätiger Kabarettisten erfreuen oder einfach nur kostümiert das Tanzbein schwingen kann. Sie beginnen in den Diskotheken, Tanzbars und größeren Gaststätten meistens schon am Freitag und finden bis Aschermittwoch täglich statt. Am Wochenende vor dem Rosenmontag kann man Ausflüge in die verschiedensten Städte machen, denn dann finden von Hamburg bis Leipzig die kleineren Schul- und Viertelszüge statt. Dass das samstags oder sonntags geschieht, hat im Osten Deutschlands seine Ursache darin, dass die Honecker- Regierung diese westlich angehauchte Art des Feierns nicht dulden wollte und Rosenmontagszüge kurzerhand verbot. Die Karnevalisten wollten sich ihre lieb gewordenen Traditionen nicht nehmen lassen und verlegten die Umzüge auf das Wochenende. Bei politisch satirischen Büttenreden musste man allerdings aufpassen, dass nicht irgendwo ein Stasi Vertreter hockte und einen anschließend als Regimegegner anzeigte. Heute genießen die Karnevalisten bundesweit die Freiheit, den kleineren und größeren Unfug der Politiker optisch und verbal aufs Korn nehmen zu können. |
